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ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Mondbahn
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Als Mondbahn wird die genĂ€hert elliptische Umlaufbahn des Mondes um die Erde bezeichnet. Eine exakte Keplerellipse wĂ€re nur zu erwarten, wenn lediglich die Anziehungskraft einer kugelförmigen Erde auf den Mond wirken wĂŒrde.
| Mondbahn | Mondbahn | Mondbahn |
|---|---|---|
| Mittlere elliptische geozentrische Bahnelemente , bezogen auf die mittlere Ekliptik und das mittlere Ăquinoktium zur Epoche J2000.0 | Mittlere elliptische geozentrische Bahnelemente , bezogen auf die mittlere Ekliptik und das mittlere Ăquinoktium zur Epoche J2000.0 | Mittlere elliptische geozentrische Bahnelemente , bezogen auf die mittlere Ekliptik und das mittlere Ăquinoktium zur Epoche J2000.0 |
| GroĂe Halbachse | 383 397,791 6 km | [ 1 ] [ 2 ] |
| ExzentrizitÀt | 0,055 545 526 | [ 1 ] [ 2 ] |
| Kleine Halbachse | 382 805,885 km | [ 3 ] |
| BahnlÀnge | 2 407 100,2 km | [ 4 ] |
| Neigung gegen die Ekliptik | 5,156 689 83° | [ 1 ] [ 2 ] |
| LÀnge des aufsteigenden Knotens | 125,044 555 04° | [ 1 ] [ 2 ] |
| Bewegung des aufsteigenden Knotens | â19,341 361 8°/Jahr ( retrograd ) | [ 1 ] |
| LÀnge des PerigÀums | 83,353 242 99° | [ 1 ] [ 2 ] |
| Bewegung des PerigÀums | +40,690 137°/Jahr ( prograd ) | [ 1 ] |
| Mittlere LÀnge | 218,316 654 36° | [ 1 ] [ 2 ] |
| Mittlere siderische Bewegung | 13,176 358 230 557 8°/Tag | [ 2 ] |
| Die obigen Zahlenwerte sind nur Mittelwerte und nur gĂŒltig fĂŒr den Zeitpunkt J2000.0; die Bahnelemente unterliegen teilweise erheblichen periodischen und sĂ€kularen VerĂ€nderungen. | Die obigen Zahlenwerte sind nur Mittelwerte und nur gĂŒltig fĂŒr den Zeitpunkt J2000.0; die Bahnelemente unterliegen teilweise erheblichen periodischen und sĂ€kularen VerĂ€nderungen. | Die obigen Zahlenwerte sind nur Mittelwerte und nur gĂŒltig fĂŒr den Zeitpunkt J2000.0; die Bahnelemente unterliegen teilweise erheblichen periodischen und sĂ€kularen VerĂ€nderungen. |
| Neigung des MondÀquators gegen die Ekliptik | 1,542 67° | [ 5 ] |
| Gravitative sĂ€kulare Akzeleration | +6,0463âł/Jhdt. 2 | [ 6 ] |
| Gezeitenbedingte sĂ€kulare Akzeleration | â25,858âł/Jhdt. 2 | [ 7 ] |
Die als Bahnstörungen bezeichneten Abweichungen werden vor allem von der Anziehung durch die Sonne verursacht. Den nĂ€chstgröĂten Einfluss hat die Erdabplattung, gefolgt von den AnziehungskrĂ€ften der ĂŒbrigen Planeten. Die genaue Bahnberechnung, frĂŒher als Mondtheorie bezeichnet, ist eine komplizierte Aufgabe der Himmelsmechanik. Die Auseinandersetzung mit diesem Problem gab AnstoĂ zu vielen bedeutenden physikalischen und mathematischen Entwicklungen.
Contents
âą Bahngeometrie
âą Form
âą Lage
âą Erdabstand
âą Bahnperioden
⹠Bahnstörungen
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Bahngeometrie
In einem geozentrischen Bezugssystem, in dem die Erde als stillstehend betrachtet wird, stellt die Mondbahn nÀherungsweise eine Keplerellipse um die Erde dar. Aufgrund verschiedener Bahnstörungen, die hauptsÀchlich von der Anziehungskraft der Sonne verursacht werden, verÀndert diese Ellipse jedoch in komplizierter Weise sowohl ihre Form als auch ihre Lage im Raum. Auch die Bahngeschwindigkeit des Mondes folgt deshalb dem 2. Keplerschen Gesetz nur sehr ungenau.
In einem heliozentrischen Bezugssystem beschreibt der Erde-Mond-Schwerpunkt eine Keplerellipse. Der Mond bewegt sich dabei abwechselnd auĂerhalb und innerhalb der Erdbahn, wobei seine Bahn stets zur Sonne hin gekrĂŒmmt ist (siehe Abschnitt heliozentrische Mondbahn).
Form
Der Orbit des Mondes um die Erde ist verĂ€nderlich und nĂ€herungsweise eine Ellipse, im Mittel betrĂ€gt deren groĂe Halbachse 383.398 km und ihre numerische ExzentrizitĂ€t circa 0,055. Dies entsprĂ€che einem PerigĂ€umsabstand von 362.102 km und einem ApogĂ€umsabstand von 404.694 km von der Erde. Wegen der erwĂ€hnten Störungen schwanken jedoch sowohl die groĂe Halbachse als auch die ExzentrizitĂ€t (â Bahnstörungen), so dass auch gröĂere und kleinere Extremdistanzen möglich sind. Die zeitlich gerechnet durchschnittliche Entfernung ErdeâMond betrĂ€gt rund 385.000 km, fĂŒr NĂ€heres siehe den Abschnitt Erdabstand.
Der Mond bewegt sich auf dieser Bahn rechtlĂ€ufig (in gleiche Richtung wie die Erde und die anderen Planeten des Sonnensystems), also vom Nordpol der Ekliptik aus betrachtet gegen den Uhrzeigersinn. FĂŒr einen Beobachter auf der Erde ist infolge der Erdrotation eine scheinbare tĂ€gliche Bewegung des Mondes zu sehen, er geht wie Sonne und Sterne im Osten auf und im Westen unter. Doch ist diese scheinbare Bewegung langsamer als die der Fixsterne, er bleibt gegenĂŒber dem Sternenhimmel tĂ€glich etwa 13° zurĂŒck und erreicht die vorige Stellung wieder nach 27,3 Tagen, der Periode eines siderischen Monats.
Auf seiner Umlaufbahn um die Erde betrÀgt die Bahngeschwindigkeit des Mondes im Mittel 1,023 km/s, sie schwankt zwischen 0,964 km/s und 1,076 km/s.cite-ref-nasafactsheet-8-0[8]
Die Angabe von 383.400 km fĂŒr die groĂe Halbachse bezieht sich auf ein Bezugssystem mit dem Ursprung im Erdmittelpunkt. Bezieht man die Bewegung stattdessen auf das Baryzentrum, den gemeinsamen Schwerpunkt des Erde-Mond-Systems, laufen Mond und Erde auf Ellipsen um, fĂŒr die das Baryzentrum einen gemeinsamen Brennpunkt darstellt. Da die Mondmasse etwa 1 / 81,3cite-ref-nasafactsheet-8-1[8] der Erdmasse betrĂ€gt, liegt das Baryzentrum dem MassenverhĂ€ltnis entsprechend im Mittel 385.000 km / (81,3+1) â 4680 km vom Erdmittelpunkt entfernt â also nur etwa 1700 km tief im Erdmantel. Der Erdmittelpunkt lĂ€uft somit einmal im Monat in einem mittleren Abstand von 4680 km um das Baryzentrum; die Bahnellipse des Mondes um das Baryzentrum hat entsprechend eine groĂe Halbachse von 383.400 km * 81,3 / 82,3 â 378.700 km. Erdmittelpunkt, Baryzentrum und Mondmittelpunkt liegen dabei stets auf einer gemeinsamen Linie und in einer gemeinsamen Ebene, der Mondbahnebene. Da diese um 5,2° gegen die Ekliptik geneigt ist, lĂ€uft der Erdmittelpunkt immer etwas ober- oder unterhalb der durch den Lauf des Baryzentrums definierten Ekliptikebene um die Sonne. Die ekliptikale Breite der Erde â ihre Abweichung von der Ekliptikebene, betrachtet von der Sonne aus â kann bis zu 0,7âł betragen.
Lage
Die Ebene der Mondbahn ist gegen die Bahnebene der Erde, die Ekliptikebene, im Mittel um ca. 5,2° geneigt. Daher kreuzt der Mond nach jedem halben Umlauf die Ekliptik und steht abwechselnd oberhalb und unterhalb. Die Neigung schwankt allerdings mit einer Periode von 173 Tagen (ein halbes Finsternisjahr) um etwa ±0,15° um diesen mittleren Wert (â Bahnstörungen).
Die Schnittlinie von Erd- und Mondbahnebene (die Knotenlinie) steht nicht mit fixer Ausrichtung im Raum, wie es bei Abwesenheit von Störungen der Fall wĂ€re, sondern vollfĂŒhrt in 18,61 Jahren eine volle rĂŒcklĂ€ufige Drehung um 360° entlang der Ekliptik (â Bahnstörungen). Aufgrund dieser PrĂ€zessionsbewegung verschieben sich die Zeiten, zu denen die Mondbahn abwechselnd ĂŒber und unter der Ekliptik verlĂ€uft, so dass die Bahn des Mondes im Mittel ĂŒber einen ganzen PrĂ€zessionszyklus mit der Ekliptikebene zusammenfĂ€llt. Dies unterscheidet den Erdmond von den meisten anderen Monden, die entweder im Mittel in der Ăquatorebene ihres Planeten kreisen oder als eingefangene Monde sehr starke Bahnneigungen aufweisen (siehe Laplace-Ebene).
Auch die Lage der Apsidenlinie, welche die Ausrichtung der groĂen Halbachse der Ellipse innerhalb der Bahnebene beschreibt, bleibt nicht konstant, da die Störungen eine Apsidendrehung mit einer Periode von 8,85 Jahren bewirken (â Bahnstörungen). In diesem Zeitraum lĂ€uft das PerigĂ€um einmal rechtlĂ€ufig um die ganze Bahn.
Erdabstand
Mittlerer Abstand
Das zeitliche arithmetische Mittel des verÀnderlichen Abstandes zwischen den Mittelpunkten von Mond und Erde betrÀgt 385 001 km.cite-ref-meeusmorsels1ch4-9-0[9] Dies lÀsst sich z. B. aus der von Chapront und Chapront-Touzé gegebenen Reihenentwicklung des Abstandes ersehen:cite-ref-meeusmorsels1ch4-9-1[9]
d k m = 385000,558 4 â â 20905,355 0 â
â
cos ⥠⥠( G M ) â â 3699,110 9 â
â
cos ⥠⥠( 2 D â â G M ) â â 2955,967 6 â
â
cos ⥠⥠( 2 D ) â â 569,925 1 â
â
cos ⥠⥠( 2 G M ) ± ± ⊠⊠{\displaystyle {\begin{alignedat}{3}{\frac {d}{\mathrm {km} }}=385000{,}5584&\ -\ &20905{,}3550&\cdot \cos(G_{M})\\&\ -\ &\ 3699{,}1109&\cdot \cos(2D-G_{M})\\&\ -\ &\ 2955{,}9676&\cdot \cos(2D)\\&\ -\ &\ \ 569{,}9251&\cdot \cos(2G_{M})\\&\ \pm \ &\dotsc &\end{alignedat}}}
Bildet man das arithmetische Mittel ĂŒber diesen Ausdruck, so fallen die Cosinus-Terme fort, und als Mittelwert bleiben gerundet 385 001 km. (Zur Bedeutung von GM und D siehe â Fundamentalargumente.)
Traditionell werden jedoch 384 400 km angegeben. Dieser Wert entstammt einer anderen mathematischen Formulierung. Die Mondtheorie von E. W. Brown gab die Entfernung nicht unmittelbar in Kilometern, sondern als Horizontalparallaxe des Mondes an:cite-ref-meeusmorsels1ch4-9-2[9]
Ï Ï = 0,950 7245 + 0,051 8128 â â â
â
cos ⥠⥠( G M ) + 0,009 5303 â â â
â
cos ⥠⥠( 2 D â â G M ) + 0,007 8422 â â â
â
cos ⥠⥠( 2 D ) + 0,000 8571 â â â
â
cos ⥠⥠( 2 D + G M ) ± ± ⊠⊠{\displaystyle {\begin{alignedat}{3}\pi =0{,}9507245&\ +\ &0{,}0518128^{\circ }&\cdot \cos(G_{M})\\&\ +\ &0{,}0095303^{\circ }&\cdot \cos(2D-G_{M})\\&\ +\ &0{,}0078422^{\circ }&\cdot \cos(2D)\\&\ +\ &0{,}0008571^{\circ }&\cdot \cos(2D+G_{M})\\&\ \pm \ &\dots &\end{alignedat}}}
Bildet man auch hier das arithmetische Mittel, so bleibt ebenfalls nur der konstante Term, und die mittlere Mondparallaxe betrÀgt 0,950 724 5°. Berechnet man daraus den Abstand des Mondescite-ref-meeusmorsels1ch4-9-3[9]
d âČ âČ = 6378 , 14 km sin ⥠⥠( Ï Ï ) {\displaystyle d^{\prime }={\frac {6378{,}14\ {\text{km}}}{\sin(\pi )}}}
so erhÀlt man 384 399 km, was gerundet dem traditionell gebrÀuchlichen Wert entspricht.
Die beiden Zahlenwerte sind nicht identisch, weil einmal ĂŒber die Entfernung selbst und einmal ĂŒber deren Kehrwert (in Gestalt der Parallaxe) gemittelt wird, siehe harmonisches Mittel. Aus mathematischer Sicht sind beide Mittelwertbildungen gleichermaĂen legitim.
ExtremabstÀnde
WĂ€re die Mondbahn eine ungestörte Ellipse, so wĂŒrde der Mond stets dieselben PerigĂ€ums- und ApogĂ€umsabstĂ€nde durchlaufen. Da die ExzentrizitĂ€t der Bahn jedoch periodischen VerĂ€nderungen unterliegt, ergeben sich unterschiedliche ExtremabstĂ€nde, je nachdem, wie genau ein Apsidendurchlauf des Mondes mit einer besonders groĂen oder kleinen ExzentrizitĂ€t zusammenfĂ€llt. Die ExzentrizitĂ€t nimmt alle 206 Tage ein Maximum an, wenn die groĂe Halbachse der Mondbahn in Richtung der Sonne zeigt.cite-ref-10[10] Dann ist der PerigĂ€umsabstand besonders gering und der ApogĂ€umsabstand besonders groĂ. Steht die groĂe Halbachse im rechten Winkel zur Sonnenrichtung, dann nimmt die ExzentrizitĂ€t ein Minimum an und die ApsidenabstĂ€nde sind weniger extrem.cite-ref-meeusmorsels1ch2-11-0[11] DarĂŒber hinaus sind auch diese VerĂ€nderungen der Bahn nicht immer gleich groĂ und zusĂ€tzlich langfristigen Driften unterworfen. Es existiert daher eine komplizierte Verteilung von PerigĂ€ums- und ApogĂ€umsabstĂ€nden, ohne dass ein eindeutiger gröĂter oder kleinster Wert angegeben werden könnte. Je extremer ein Abstand ist, umso seltener tritt er auf, es besteht aber praktisch immer die Möglichkeit, bei hinreichender Suche einen noch extremeren Wert zu finden. Verschiedene Autoren nennen daher auch unterschiedlich gerundete Extremwerte.
Einen vereinfachten Ăberblick ĂŒber die Verteilung der auftretenden AbstĂ€nde gibt die folgende Tabelle:cite-ref-kellermondlauf-12-0[12]
| | PerigÀumsabstand | ApogÀumsabstand |
|---|---|---|
| kleinster: | 356 400 km | 404 000 km |
| mittlerer: | 363 296 km | 405 504 km |
| gröĂter: | 370 300 km | 406 700 km |
Wie zu erkennen ist, variieren die PerigÀumsabstÀnde deutlich stÀrker als die ApogÀumsabstÀnde.
Einzelwerte können auch auĂerhalb der angegebenen gerundeten Grenzen auftreten. Als Rekordwerte im Zeitraum von 1500 v. Chr. bis 8000 n. Chr. finden sich:cite-ref-meeusmorsels1ch2-11-1[11]
âą gröĂter ApogĂ€umsabstand: 406 719,97 km am 7. Januar 2266
⹠kleinster PerigÀumsabstand: 356 352,93 km am 13. November 1054 v. Chr.
Ein besonders geringer PerigĂ€umsabstand wird dann erreicht, wenn der Mond das PerigĂ€um als Vollmond durchlĂ€uft, die Erde sich im Aphel befindet und der Mond gleichzeitig seinen gröĂtmöglichen Abstand von der Ekliptik (Inklination, also gröĂte nördliche oder sĂŒdliche Breite) hat. Ein besonders groĂer ApogĂ€umsabstand wird erreicht, wenn der Mond das ApogĂ€um als Neumond durchlĂ€uft, die Erde sich im Perihel befindet und der Mond seinen gröĂten Ekliptikabstand hat.cite-ref-hi92-13-0[13]
Bahnperioden
Der Mond benötigt im Mittel 27,32 Tage, um die Erde in Bezug auf den Fixsternhimmel einmal zu umrunden. Nach diesem siderischen (d. h. auf die Sterne bezogenen) Monat zieht er von der Erde aus gesehen wieder an demselben Stern vorbei.
WĂ€hrend eines solchen Monats wandert die Erde ihrerseits auf ihrem Sonnenumlauf weiter. Dabei Ă€ndert sich auch die Richtung, in welcher die Sonne von der Erde aus gesehen erscheint. Hat der Mond nach einem siderischen Monat seine ursprĂŒngliche Stellung bezĂŒglich der Fixsterne wieder erreicht, so muss er zusĂ€tzlich etwa 29° zurĂŒcklegen, um wieder dieselbe Stellung zur Sonne und somit dieselbe Mondphase zu erreichen. Er braucht dafĂŒr im Mittel gut zwei Tage; der synodische Monat, der einem kompletten Durchlauf aller Mondphasen (einer Lunation) entspricht, hat daher eine LĂ€nge von 29,53 Tagen. Dies ist der mittlere Zeitabstand, mit dem sich eine Mondphase wiederholt (z. B. von Vollmond zu Vollmond).
Wegen der Apsidendrehung (s. o.) wandern PerigĂ€um und ApogĂ€um die Bahn entlang, und zwar in derselben Richtung wie der Mond selbst, so dass er nach Absolvierung eines siderischen Monats noch ein StĂŒck zurĂŒcklegen muss, um wieder bei derselben Apside anzukommen. Der anomalistische Monat von 27,55 Tagen ist die Zeitdauer zwischen zwei DurchgĂ€ngen des Mondes durch das PerigĂ€um oder ApogĂ€um seiner Bahn und damit die eigentliche Bahnperiode (anomalistische Periode) der Ellipsenbahn.
Wegen der PrĂ€zession der Mondbahnebene (s. o.) wandern die Bahnknoten die Ekliptik entlang, und zwar der Bewegung des Mondes entgegen, so dass er bereits frĂŒher zum selben Knoten zurĂŒckkehrt als zum selben Stern. Der drakonitische Monat als der Zeitabstand zwischen zwei DurchgĂ€ngen des Mondes durch denselben Knoten hat daher im Mittel eine LĂ€nge von nur 27,2 Tagen. Da Mond- und Sonnenfinsternisse nur stattfinden können, wenn der Mond sich in der NĂ€he eines Bahnknotens befindet, liegt zwischen zwei Finsternissen, die den Mond am selben Knoten haben, immer eine ganzzahlige Anzahl von drakonitischen Monaten. Zwischen zwei beliebigen Finsternissen liegt immer eine ganzzahlige Anzahl von halben drakonitischen Monaten.
Die mittleren LĂ€ngen der verschiedenen Monate betragen:cite-ref-kellermondlauf-12-1[12]
Die genannten MonatslĂ€ngen sind Mittelwerte. Da die Bewegungen sowohl des Mondes als auch der Erde auf ihren elliptischen Bahnen ungleichförmig sind, können einzelne Monate mehr oder weniger stark davon abweichen. Die Dauer eines gegebenen synodischen Monats kann beispielsweise bis zu etwa 7 Stunden lĂ€nger oder 6 Stunden kĂŒrzer sein als der mittlere synodische Monat.cite-ref-14[14] DarĂŒber hinaus unterliegen die mittleren MonatslĂ€ngen aufgrund langfristiger VerĂ€nderungen der Erd- und Mondbahn einer langsamen Drift. Die genaue LĂ€nge des mittleren synodischen Monats beispielsweise berechnet sich gemĂ€Ăcite-ref-15[15]
Msyn = 29,5305888531d + 0,00000021621 T â 3,64·10â10 T2,
wobei T die seit der Standardepoche J2000.0 verstrichene Anzahl Julianischer Jahrhunderte ist. Langfristig ist dabei ist zu beachten, dass sich die Rotationsgeschwindigkeit der Erde verlangsamt. Gemessen in jeweils aktuellen TageslÀngen wird sich daher die LÀnge eines synodischen Monats verringern.
In einer Zeitspanne von 223 synodischen Monaten gehen auch 242 drakonitische Monate fast exakt ganzzahlig auf. Nach dieser Zeitspanne kehrt der Mond also sowohl zur selben Mondphase als auch zum selben Knoten zurĂŒck. Damit wiederholen sich auch die Voraussetzungen fĂŒr eine Sonnen- oder Mondfinsternis, und 223 synodische Monate nach einer gegebenen Finsternis ist daher erneut mit einer Finsternis zu rechnen. Diese Zeitspanne von 18 Jahren und 10 1/3 Tagen (bzw. 11 1/3 Tagen je nach Anzahl der enthaltenen Schaltjahre) ist die als Finsternisperiode bekannte Saros-Periode. Da in einer Saros-Periode zudem fast exakt 239 anomalistische Monate enthalten sind, hat der Mond auch wieder denselben Erdabstand und dieselbe von der Anomalie abhĂ€ngige GroĂe Ungleichheit (siehe unten), so dass die zweite Finsternis sehr Ă€hnlich ablĂ€uft wie die erste.
Cassinische Gesetze der Mondrotation
Die wesentlichen ZusammenhÀnge zwischen der Eigenrotation des Mondes und seiner Bahnbewegung wurden von J. D. Cassini erkannt und im Jahre 1693 veröffentlicht:cite-ref-eckhardt-16-0[16]
1. Der Mond rotiert gleichmĂ€Ăig um seine Polachse; seine Rotationsperiode ist identisch mit der mittleren siderischen Periode seines Umlaufs um die Erde.
2. Die Neigung der Mondachse gegen die Ekliptik bleibt konstant.
3. Der absteigende Knoten des MondÀquators auf der Ekliptik fÀllt mit dem aufsteigenden Knoten der Mondbahn auf der Ekliptik zusammen und prÀzediert gemeinsam mit ihm.
Diese Gesetze beschreiben mehrere Beobachtungstatsachen. Ein irdischer Beobachter sieht stets die gleiche Seite des Mondes. Also dreht dieser sich offensichtlich in derselben Zeitspanne einmal um sich selbst, in der er einmal um die Erde lĂ€uft; das ist das Erste Cassinische Gesetz. Doch wĂ€hrend die Eigenrotation nahezu gleichförmig ablĂ€uft, verlĂ€uft der Umlauf entlang der elliptischen Bahn mit unterschiedlicher Geschwindigkeit; trotz gebundener Rotation ergibt sich daher wĂ€hrend eines Mondumlaufs nicht stets exakt derselbe Anblick. Aus Sicht des Beobachters scheint der umlaufende Mond periodische seitliche Drehungen um bis zu knapp ±8° zu vollfĂŒhren,cite-ref-17[17] die Libration in LĂ€nge. So ist einmal etwas mehr vom Westrand und einmal etwas mehr vom Ostrand des Mondes zu sehen. Diese Librationsbewegung wurde von Hevelius entdeckt.cite-ref-eckhardt-16-1[16]
Auf Galilei geht die Entdeckung zurĂŒck, dass der Mond darĂŒber hinaus auch eine Nickbewegung ausfĂŒhrt, die Libration in Breite: zeitweise ist mehr vom Nordrand und zeitweise mehr vom SĂŒdrand des Mondes zu sehen. WĂŒrde die Achse des Mondes jedoch senkrecht auf seiner Bahnebene stehen, so mĂŒsste sie dem ja ebenfalls in der Bahnebene befindlichen Beobachter stets unverĂ€ndert erscheinen; die Beobachtung erwies also eine Neigung der Mondachse bezĂŒglich der Bahn. StĂŒnde die Achse z. B. senkrecht auf der Ekliptikebene, so wĂ€re sie um gut 5° gegen die Bahn geneigt und der Beobachter könnte ein Nicken um gut ±5° sehen; beobachtet werden aber ca. ±7°, die stets bei maximaler ekliptikaler Breite des Mondes erreicht werden. Daraus folgt, dass die Mondachse noch zusĂ€tzlich geneigt sein muss, und zwar in der Form, dass die Nordhalbkugel des Mondes beim Erreichen seiner maximalen nördlichen Breite noch etwas weiter von der Erde weggeneigt und bei Erreichen der maximalen sĂŒdlichen Breite noch etwas weiter zur Erde hingeneigt ist. Diese Konfiguration wird durch das Dritte Cassinische Gesetz beschrieben. Es lĂ€sst sich auch wie folgt ausdrĂŒcken: die Senkrechte auf der Mondbahn, die Senkrechte auf der Ekliptik und die Rotationsachse des Mondes liegen gemeinsam in einer Ebene, wobei die Ekliptiksenkrechte zwischen den beiden anderen liegt. Da die Mondbahn eine PrĂ€zessionsbewegung ausfĂŒhrt (â Drehung der Knotenlinie), die beschriebene Konfiguration aber â wie die Beobachtung zeigt â erhalten bleibt, muss also auch die Rotationsachse des Mondes eine PrĂ€zessionsbewegung in derselben Richtung und mit derselben Geschwindigkeit wie die Mondbahnebene ausfĂŒhren.cite-ref-eckhardt-16-2[16]
Die Mondbahnebene ist um 5,2° gegen die Ekliptikebene geneigt und die Ăquatorebene des Mondes ist wiederum um 6,7° gegen die Mondbahnebene geneigt, allerdings in entgegengesetzter Richtung (Drittes Cassinisches Gesetz). Die Neigungen heben sich daher fast auf, und der MondĂ€quator ist lediglich um 1,5° gegen die Ekliptik geneigt. Daher unterliegt die Sonneneinstrahlung auf dem Mond fast keinen jahreszeitlichen Schwankungen, und an den Mondpolen befindet sich die Sonne stets in der NĂ€he des Horizonts.
Der MondĂ€quator ist um 6,7° gegen die Mondbahnebene und um 1,5° gegen die Ekliptik geneigt, der Winkel zwischen Mondbahnebene und Ekliptik variiert aber um ±0,15° (â Schwankung der Bahnneigung). Nach dem Zweiten Cassinischen Gesetz bleibt die Neigung des Mondes bezĂŒglich der Ekliptik konstant, daher variiert die Neigung des Mondes bezĂŒglich seiner eigenen Bahn um ±0,15°.cite-ref-18[18]
Wie die theoretische Himmelsmechanik spĂ€ter zeigen konnte, beschreiben die Cassinischen Gesetze einen dynamisch stabilen Zustand. Dabei ist die lĂ€ngste Achse des als dreiachsiges Ellipsoid beschriebenen Mondes (im Mittel) stets auf die Erde ausgerichtet. Diese Ausrichtung entspricht einem Minimum der Gravitationsenergie und bleibt daher stabil. Ein Ellipsoid kann darĂŒber hinaus nur stabil (ohne zu taumeln) rotieren, wenn es um die Achse mit dem gröĂten oder dem kleinsten TrĂ€gheitsmoment rotiert. Im Falle des Mondes wird die lĂ€ngste Achse (welche das kleinste TrĂ€gheitsmoment besitzt) wie eben beschrieben durch die Erde festgehalten, die Rotation des Mondes erfolgt daher um die kĂŒrzeste Ellipsoidachse. Diese Rotationsachse kann darĂŒber hinaus nicht exakt senkrecht auf der Mondbahnebene stehen, da sonst die Erde in der Ăquatorebene des Mondes lĂ€ge und kein Drehmoment ausĂŒben könnte, welches die im Dritten Cassinischen Gesetz beschriebene PrĂ€zession der Mondachse verursacht. Die Neigung stellt sich (aus energetischen GrĂŒndencite-ref-19[19]) so ein, dass die PrĂ€zession der Mondachse mit derselben Bewegungsrate erfolgt wie die PrĂ€zession der Mondbahn.cite-ref-eckhardt-16-3[16]
Aufgrund der erheblichen Bahnstörungen folgt das Erde-Mond-System nicht strikt den empirisch gefundenen Cassinischen Gesetzen, sondern fĂŒhrt Schwankungen um die ideale Konfiguration aus. Die Cassinischen Gesetze gelten daher nur im Mittel betrachtet.
Bahnstörungen
Die Bahn des Mondes lĂ€sst sich nĂ€herungsweise als eine Keplerellipse beschreiben. Doch wĂ€hrend eine ungestörte Keplerellipse zweier Punktmassen sowohl ihre Gestalt als auch ihre Lage im Raum beibehalten wĂŒrde, unterliegt die Mondbahn zahlreichen zusĂ€tzlichen GravitationseinflĂŒssen und Ă€ndert ihre Form und Lage merklich. Die hauptsĂ€chlichen StöreinflĂŒsse sind
1. die Gravitationswirkung der Sonne
2. die Erdabplattung (Abweichung des Erdkörpers von der Kugelgestalt)
3. die Gravitationswirkung der Planeten (vor allem Venus und Jupiter).
Fundamentalargumente
Zur Interpretation und Berechnung der im Folgenden erlĂ€uterten Störungen werden die jeweils fĂŒr den gesuchten Zeitpunkt zu bestimmenden âFundamentalargumenteâ benötigt, welche die mittlere Position des Mondes und der Sonne bezĂŒglich verschiedener Referenzpunkte beschreiben:cite-ref-20[20]
Schwankung der groĂen Halbachse
Dem Mittelwert 383 397,8 km der groĂen Halbachse ĂŒberlagern sich zahlreiche periodische Schwankungen. Die bedeutendsten sind eine Schwankung um ±3400,4 km mit einer Periode von 14,76 Tagen und eine um ±635,6 km mit einer Periode von 31,81 Tagen.cite-ref-imcce2-21-0[21]
Wie die Reihenentwicklung zeigtcite-ref-simonetal-2-7[2]
a = 383 397 , 8 k m + 3 400 , 4 k m â
â
cos ⥠⥠( 2 D ) â â 635 , 6 k m â
â
cos ⥠⥠( 2 D â â G M ) â â 235 , 6 k m â
â
cos ⥠⥠( G M ) ± ± ⊠⊠{\displaystyle {\begin{aligned}a=383\;397{,}8\;\mathrm {km} &+3\;400{,}4\;\mathrm {km} \cdot \cos(2D)\\&-\ 635{,}6\;\mathrm {km} \cdot \cos(2D-G_{M})\\&-\ 235{,}6\;\mathrm {km} \cdot \cos(G_{M})\\&\pm \ \dots \end{aligned}}}
nimmt dabei der fĂŒhrende Schwankungsterm den gröĂten positiven Wert an, wenn die Elongation D den Wert 0° oder 180° annimmt, also bei Neumond und Vollmond. Die gröĂten negativen Werte dieses Terms ergeben sich im ersten und letzten Viertel (D = 90° oder 270°).
Schwankung der ExzentrizitÀt
Dem Mittelwert 0,055 546 der ExzentrizitĂ€t ĂŒberlagern sich ebenfalls zahlreiche periodische Schwankungen. Die bedeutendsten sind eine Schwankung um ±0,014 217 mit einer Periode von 31,81 Tagen und eine Schwankung um ±0,008 551 mit einer Periode von 205,9cite-ref-meeusmorsels1ch1-22-0[22] Tagen.cite-ref-imcce2-21-1[21]
Die Reihenentwicklungcite-ref-simonetal-2-8[2]
e = 0,055 546 + 0,014 216 â
â
cos ⥠⥠( 2 D â â G M ) + 0,008 551 â
â
cos ⥠⥠( 2 D â â 2 G M ) â â 0,001 383 â
â
cos ⥠⥠( G M ) ± ± ⊠⊠{\displaystyle {\begin{aligned}e=0{,}055546&+0{,}014216\cdot \cos(2D-G_{M})\\&+0{,}008551\cdot \cos(2D-2G_{M})\\&-0{,}001383\cdot \cos(G_{M})\\&\pm \dotsc \end{aligned}}}
lĂ€sst erkennen, dass die ExzentrizitĂ€t ein Maximum annimmt, wenn die groĂe Halbachse der Mondbahn in Richtung der Sonne zeigt (dann ist 2D â 2GM = 0° oder 360°, also D = GM oder GM + 180°). Dies geschieht im Mittel alle 205,9 Tage (etwas mehr als ein halbes Jahr, da die Apsidenlinie sich ja gleichzeitig prograd um 0,11140 Grad pro Tag bewegt).cite-ref-meeusmorsels1ch1-22-1[22] Sie nimmt ein Minimum an, wenn die groĂe Halbachse senkrecht zur Sonne steht (2D â 2GM = ±180°).
Dieser Schwankung ĂŒberlagern sich starke Schwankungen kĂŒrzerer Periode (mit Maxima bei 2D â GM = 0° oder 360°, alle 31,8 Tage) sowie eine Vielzahl kleinerer Schwankungen.
Die ExzentrizitÀt schwankt insgesamt zwischen den Extremwerten 0,026 und 0,077.cite-ref-meeusmorsels1ch1-22-2[22]
Drehung der Knotenlinie
Die Knotenlinie steht nicht fix im Raum, sondern bewegt sich rĂŒcklĂ€ufig entlang der Ekliptik. Die Knoten kommen daher dem Mond entgegen, weshalb ein drakonitischer Monat (die RĂŒckkehr zum selben Knoten) kĂŒrzer ist als ein siderischer Monat (RĂŒckkehr zum selben Fixstern).
Die mittlere Geschwindigkeit dieser Bewegung betrĂ€gt in Bezug auf den (selbst beweglichen) FrĂŒhlingspunkt 19,34° pro Jahr. FĂŒr einen vollstĂ€ndigen Umlauf braucht die Knotenlinie 18,6 Jahre (genauer 6798,38 Tage; ein Umlauf bezĂŒglich der Fixsterne dauert 6793,48 Tagecite-ref-meeusmorsels1ch1-22-3[22]).
Auch dieser Bewegung ĂŒberlagern sich periodische Schwankungen. Der gröĂte Schwankungsterm hat eine Amplitude von 1,4979° und eine Periode von 173,31 Tagen.cite-ref-imcce2-21-2[21] Diese Schwankung wurde von Tycho Brahe entdeckt.cite-ref-neugebauer-1111-23-0[23] Sie fĂŒhrt dazu, dass die Knotenlinie kurzzeitig beinahe stillsteht, wenn sie in Richtung Sonne zeigt.cite-ref-meeusmorsels1ch1-22-4[22]
Je nach gegenseitiger Stellung der Knotenlinie der Mondbahn und der Knotenlinie des Ăquators addieren oder subtrahieren sich die Neigungen der Mondbahn auf der Ekliptik und die Neigung der Ekliptik auf dem Ăquator, so dass der Mond mit einer Periode von 18,6 Jahren abwechselnd einen Deklinationsbereich von ±28,6° oder nur ±18,4° ĂŒberstreicht.
Diese PrĂ€zessionsbewegung der Mondbahn hat dieselbe Ursache wie die PrĂ€zessionsbewegung der Erdachse: die Anziehungskraft der Sonne versucht, die geneigte Mondbahn in die Ekliptikebene zu ziehen. Der auf dieser Bahn kreisende Mond reagiert wie ein Kreisel, der auf das Ă€uĂere Drehmoment mit einem Verschwenken der Mondbahnachse reagiert.
NĂ€hert sich der Mond beispielsweise dem absteigenden Bahnknoten, so bewirkt die zusĂ€tzliche, in Richtung der Ekliptikebene wirkende Störkraft, dass der Mond sich der Ekliptik schneller annĂ€hert, als es ohne Störkraft der Fall gewesen wĂ€re. Der Mond durchstöĂt die Ekliptik daher frĂŒher und in einem steileren Winkel. Die Störkraft hat also die Knotenlinie dem Mond entgegengeschoben und die Bahnneigung vergröĂert. Da die Knotenlinie jedes Mal in derselben Richtung verschoben wird, resultiert ein bestĂ€ndiger Umlauf der Knoten entlang der Ekliptik. Die kurzzeitig vergröĂerte Bahnneigung hingegen wird nach Durchlaufen des Knotens wieder verringert. Die Störkraft vermindert nun die Geschwindigkeit, mit welcher der Mond sich von der Ekliptik entfernt, so dass seine Bahn wieder flacher wird. Die Bahnneigung erfĂ€hrt daher nur eine regelmĂ€Ăige Schwankung und Ă€ndert sich nicht wie die Knotenlinie bestĂ€ndig im selben Sinne.cite-ref-maedler-159-24-0[24]
Schwankung der Bahnneigung
Die Bahnneigung schwankt etwa ±0,15° um ihren Mittelwert. Die dominierende Schwankung hat eine Amplitude von 0,14° und eine Periode von 173,3 Tagen.cite-ref-imcce2-21-3[21]
Der Reihenentwicklungcite-ref-simonetal-2-9[2]
i = 5,156 68983 â â + 0,135 07 â â â
â
cos ⥠⥠( 2 D â â 2 F ) ± ± ⊠⊠{\displaystyle {\begin{aligned}i=5{,}15668983^{\circ }&+0{,}13507^{\circ }\cdot \cos(2D-2F)\\&\pm \dots \end{aligned}}}
lĂ€sst sich entnehmen, dass die Neigung ein Maximum annimmt, wenn die Knotenlinie der Mondbahn in Richtung der Sonne zeigt (dann ist 2D â 2F = 0° oder 360°, also D = F oder F + 180°). Dies geschieht im Mittel alle 173,3 Tage (etwas weniger als ein halbes Jahr, da die Knotenlinie sich ja gleichzeitig retrograd um 0,05295 Grad pro Tag bewegt). Auch dieser Schwankung sind kleinere Schwankungen ĂŒberlagert, welche in den Minima der Neigung ausgeprĂ€gter auftreten.cite-ref-meeusmorsels1ch1-22-5[22]
Die Bahnneigung schwankt, weil die Anziehungskraft der Sonne versucht, den Neigungswinkel zu verringern, indem sie den Mond in die Ekliptikebene zieht. Die Wirkung der Sonne ist maximal, wenn der Ăffnungswinkel zwischen Ekliptik und Mondbahn in Richtung Sonne zeigt, die Knotenlinie also quer zur Sonnenrichtung steht. Sie ist Null, wenn die Knotenlinie in Richtung der Sonne zeigt; dann nimmt die Neigung wieder gröĂere Werte an.cite-ref-hi92-13-1[13] Die Periode von 173,3 Tagen ist daher gerade ein halbes Finsternisjahr und die Bahnneigung ist stets dann maximal, wenn die Sonne in der NĂ€he eines Knotens steht, insbesondere also bei Finsternissen.
Die Schwankung der Bahnneigung wurde von Tycho Brahe entdeckt, der sie â nach bereits frĂŒher erfolgten Andeutungen â in einem Brief von 1599 erstmals definitiv beschrieb.cite-ref-neugebauer-1111-23-1[23]
Drehung der Apsidenlinie
Auch die Apsidenlinie steht nicht fix im Raum; sie bewegt sich rechtlĂ€ufig entlang der Mondbahn. Die Apsiden bewegen sich daher in derselben Richtung wie der Mond, weshalb ein anomalistischer Monat (RĂŒckkehr zur selben Apside) lĂ€nger ist als ein siderischer Monat (RĂŒckkehr zum selben Fixstern).
Die mittlere Geschwindigkeit der Apsidendrehung betrĂ€gt in Bezug auf den FrĂŒhlingspunkt 40,7 Grad pro Jahr. FĂŒr einen vollstĂ€ndigen Umlauf brauchen die Apsiden 8,85 Jahre (genauer 3231,50 Tage; ein Umlauf bezĂŒglich der Fixsterne dauert 3232,61 Tagecite-ref-meeusmorsels1ch1-22-6[22])
Die gröĂten Terme der ĂŒberlagerten Schwankungen haben eine Amplitude von 15,448° bei einer Periode von 31,81 Tagen bzw. 9,462° bei einer Periode von 205,9 Tagen.cite-ref-imcce2-21-4[21] Im Zuge dieser Schwankungen kann sich das PergĂ€um bis zu 30° von seiner mittleren Lage entfernen.cite-ref-meeusmorsels1ch1-22-7[22]
Die periodischen Geschwindigkeits- und AbstandsĂ€nderungen des Mondes beim Durchlaufen seiner elliptischen Bahn werden durch die verĂ€nderlichen Tangential- und Zentripetalkomponenten der auf den Mond wirkenden Erdanziehungskraft bewirkt. Die Störungen verĂ€ndern diese Kraftkomponenten. Insbesondere verstĂ€rken und schwĂ€chen sie abwechselnd die ZentripetalkrĂ€fte, wobei die SchwĂ€chung jedoch ĂŒberwiegt, wie eine genauere Betrachtung zeigt. Die Beschleunigung des Mondes in Richtung Erde wird dadurch vermindert, und nach einem vom PerigĂ€um ausgehenden Bahndurchlauf hat sich der Mond der Erde nicht wieder so weit genĂ€hert, wie es ohne Störungen der Fall gewesen wĂ€re. Der Mond braucht ein wenig lĂ€nger, um wieder ein PerigĂ€um zu erreichen; das PerigĂ€um und damit die gesamte Apsidenlinie hat sich also in Richtung der Mondbewegung entlang der Bahn verschoben.cite-ref-maedler-159-24-1[24]
Störungen in ekliptikaler LÀnge
Soll die Position des Mondes entlang der Ekliptik (seine ekliptikale LĂ€nge λ) unter BerĂŒcksichtigung der StöreinflĂŒsse berechnet werden, so liefert die moderne Störungstheorie einen umfangreichen Satz von Korrekturtermen, welcher â zur gleichförmig anwachsenden mittleren LĂ€nge LM addiert â die korrekte Position ergibt. Die fĂŒhrenden Terme einer solchen Rechnung lauten:cite-ref-25[25]
λ λ = L M + 6,289 â â â
â
sin ⥠⥠( G M ) (GroĂe Ungleichheit) ( 1) â â 1,274 â â â
â
sin ⥠⥠( G M â â 2 D ) (Evektion) ( 2) + 0,658 â â â
â
sin ⥠⥠( 2 D ) (Variation) ( 3) + 0,214 â â â
â
sin ⥠⥠( 2 G M ) ( 4) â â 0,186 â â â
â
sin ⥠⥠( G S ) (JĂ€hrliche Gleichung) ( 5) â â 0,114 â â â
â
sin ⥠⥠( 2 F M ) (Reduktion auf die Ekliptik) ( 6) â â 0,059 â â â
â
sin ⥠⥠( 2 G M â â 2 D ) ( 7) â â 0,057 â â â
â
sin ⥠⥠( G M â â 2 D + G S ) ( 8) + 0,053 â â â
â
sin ⥠⥠( G M + 2 D ) ( 9) + 0,046 â â â
â
sin ⥠⥠( 2 D â â G S ) (10) + 0,041 â â â
â
sin ⥠⥠( G M â â G S ) (11) â â 0,035 â â â
â
sin ⥠⥠( D ) (Parallaktische Gleichung) (12) â â 0,031 â â â
â
sin ⥠⥠( G M + G S ) (13) â â 0,015 â â â
â
sin ⥠⥠( 2 F M â â 2 D ) (14) ± ± ⊠⊠+ sĂ€kulare Akzeleration {\displaystyle {\begin{alignedat}{3}\lambda =L_{M}&+6{,}289^{\circ }\cdot \sin(G_{M})&\quad &{\text{(GroĂe Ungleichheit)}}&\quad &{\text{( 1)}}\\&-1{,}274^{\circ }\cdot \sin(G_{M}-2D)&&{\text{(Evektion)}}&&{\text{( 2)}}\\&+0{,}658^{\circ }\cdot \sin(2D)&&{\text{(Variation)}}&&{\text{( 3)}}\\&+0{,}214^{\circ }\cdot \sin(2G_{M})&&&&{\text{( 4)}}\\&-0{,}186^{\circ }\cdot \sin(G_{S})&&{\text{(JĂ€hrliche Gleichung)}}&&{\text{( 5)}}\\&-0{,}114^{\circ }\cdot \sin(2F_{M})&&{\text{(Reduktion auf die Ekliptik)}}&&{\text{( 6)}}\\&-0{,}059^{\circ }\cdot \sin(2G_{M}-2D)&&&&{\text{( 7)}}\\&-0{,}057^{\circ }\cdot \sin(G_{M}-2D+G_{S})&&&&{\text{( 8)}}\\&+0{,}053^{\circ }\cdot \sin(G_{M}+2D)&&&&{\text{( 9)}}\\&+0{,}046^{\circ }\cdot \sin(2D-G_{S})&&&&{\text{(10)}}\\&+0{,}041^{\circ }\cdot \sin(G_{M}-G_{S})&&&&{\text{(11)}}\\&-0{,}035^{\circ }\cdot \sin(D)&&{\text{(Parallaktische Gleichung)}}&&{\text{(12)}}\\&-0{,}031^{\circ }\cdot \sin(G_{M}+G_{S})&&&&{\text{(13)}}\\&-0{,}015^{\circ }\cdot \sin(2F_{M}-2D)&&&&{\text{(14)}}\\&\pm \dotsc &&&&\\&+{\text{sĂ€kulare Akzeleration}}&&&&\\\end{alignedat}}}
Ăhnliche Reihenentwicklungen gibt es auch fĂŒr die ekliptikale Breite und den Bahnradius des Mondes.
Da der Mond schon sehr frĂŒh die Aufmerksamkeit der messenden und rechnenden Astronomie auf sich zog, sind einige der gröĂten Störterme schon seit langer Zeit bekannt und haben sogar eigene Namen.
âDie Entdeckung und klare Unterscheidung all jener Störungen der Mondbahn, die innerhalb der Genauigkeitsgrenzen einer Beobachtung mit bloĂem Auge liegen, muss unter die bemerkenswertesten Errungenschaften frĂŒher Wissenschaft gezĂ€hlt werden. So war die Grundlage bereitet, auf welcher Newtons Dynamik aufbauen konnte, um ein vereinigendes ErklĂ€rungsprinzip fĂŒr eine Vielzahl scheinbar unzusammenhĂ€ngender Effekte aufzudecken.â
â
O. Neugebauer
:
A History of Ancient Mathematical Astronomy
GroĂe Ungleichheit
Bei diesem Term handelt es sich nicht um eine Störung im eigentlichen Sinne, sondern lediglich um die BerĂŒcksichtigung der infolge der BahnelliptizitĂ€t ungleichförmigen Geschwindigkeit. Der Mond lĂ€uft in PerigĂ€umsnĂ€he schneller und in ApogĂ€umsnĂ€he langsamer als im Mittel. Bei einer mittleren Anomalie GM von ca. 90° oder 270° hat er daher jeweils seine maximale Abweichung von der mittleren Position erreicht.
Neben dem genannten fĂŒhrenden Term 6,289°·sinGM finden sich in der Störungsreihe auch die restlichen Terme der Mittelpunktsgleichung
Μ Μ â â G M = ( 2 e â
â
sin ⥠⥠( G M ) + 5 4 e 2 â
â
sin ⥠⥠( 2 G M ) + ⊠⊠) 180 Ï Ï {\displaystyle \nu -G_{M}=\left(2e\cdot \sin(G_{M})+{\frac {5}{4}}e^{2}\cdot \sin(2G_{M})+\dotsc \right){\frac {180}{\pi }}}
welche fĂŒr eine Bahn der ExzentrizitĂ€t e die Differenz zwischen wahrer Anomalie Μ und mittlerer Anomalie GM beschreibt (und damit eine Lösung des Keplerproblems darstellt). Term 4 der obigen Störungsreihe ist der nĂ€chstfolgende Term der Mittelpunktsgleichung. Die historisch gebrĂ€uchlichen AusdrĂŒcke âUngleichheitâ bzw. âGleichungâ sind im Sinne von âKorrekturâ zu verstehen.
Insgesamt kann der Mond aufgrund der Mittelpunktsgleichung um ±6,2922°cite-ref-kellermondlauf-12-2[12] von der Position eines fiktiven gleichmĂ€Ăig laufenden Mondes abweichen. Diese erhebliche Abweichung war bereits den antiken Astronomen bekannt. Die Babylonier beschrieben sie durch arithmetische Reihen, die griechischen Astronomen durch einen geeignet gewĂ€hlten Epizykel.
Evektion
â
Hauptartikel
:
Evektion
Die periodischen Störungen der ExzentrizitĂ€t und der Lage des PerigĂ€ums verformen die Bahncite-ref-27[27] dergestalt, dass der Mond â der verformten Bahn folgend â abwechselnd der mittleren Position vorangeht oder nacheilt.
Stehen Sonne, Erde und Mond in einer Linie (SâEâM oder SâMâE, Vollmond oder Neumond) so zieht die Sonne im ersten Fall die Erde stĂ€rker an als den Mond und im zweiten Fall den Mond stĂ€rker als die Erde. In beiden FĂ€llen wird dadurch der Abstand zwischen Erde und Mond vergröĂert und â nach dem Dritten Keplerschen Gesetz â die Geschwindigkeit des Mondes vermindert. Stehen Erde und Mond so, dass ihre Verbindungslinie senkrecht zur Sonnenrichtung liegt (Erstes oder Letztes Viertel), so werden beide zwar gleich stark von der Sonne angezogen, aber die Richtungen, in die sie gezogen werden, sind nicht exakt parallel, sie konvergieren zur Sonne hin. Es resultiert daher eine Anziehungskomponente, welche Mond und Erde aneinander annĂ€hert, wodurch die Geschwindigkeit des Mondes â wiederum nach dem Dritten Keplerschen Gesetz â zunimmt.cite-ref-28[28] Die gröĂte Distanz zur ungestörten Position in der Bahn ist immer dann erreicht, wenn die eben beschriebene Geschwindigkeitsvariation das Vorzeichen wechselt und beginnt, im entgegengesetzten Sinne zu wirken. Dem eben beschriebenen Vorgang ĂŒberlagert sich noch eine von der ExzentrizitĂ€t der Mondbahn verursachte Geschwindigkeitsschwankung, so dass insgesamt ein komplizierter Verlauf der Störung resultiert.
In den Syzygien (2D = 0° oder 360°) reduziert der Störterm sich auf â1,274°·sin(GM). Die Evektion fĂ€llt also negativ aus, wenn der Mond zu diesem Zeitpunkt zwischen PerigĂ€um und ApogĂ€um steht (0 < GM < 180°) und positiv, wenn der Mond zwischen ApogĂ€um und PerigĂ€um steht (180° < GM < 360°). In den Quadraturen (2D = ±180°) herrschen die umgekehrten VerhĂ€ltnisse.cite-ref-godfray-29-0[29]
In den Zwischenpositionen des Mondes ist der Verlauf der Evektion komplizierter, aber sie wird stets Null, wenn die Sonne sich in der Mitte zwischen dem Mond und dem PerigĂ€um befindet (D = œGM), oder von diesem Punkt 90° oder 180° entfernt ist.cite-ref-godfray-29-1[29] Ihre Maximalwerte von ±1,274° erreicht die Evektion mit einer Periode von 31,8 Tagen.cite-ref-kellermondlauf-12-3[12]
Entdeckt wurde die Evektion von PtolemĂ€us, nachdem offenbar schon Hipparch Anzeichen fĂŒr Abweichungen vom einfachen Epizykelmodell festgestellt hatte. Es gelang PtolemĂ€us, ein Muster in den gemessenen Abweichungen zu erkennen und durch EinfĂŒhrung eines Kurbelmechanismus auch in seine Epizykeltheorie aufzunehmen.cite-ref-30[30]
Variation
â
Hauptartikel
:
Variation (Astronomie)
Die Variation hÀngt nur von der Elongation D des Mondes ab, also von seinem Winkelabstand zur Sonne und damit indirekt von den Mondphasen. Sie verschwindet, wenn die Elongation 0°, 90°, 180° oder 270° betrÀgt, also bei Neumond, Vollmond und den beiden Halbmonden. Ihre Maximalwerte von ±0,658°cite-ref-kellermondlauf-12-4[12] erreicht sie zwischen diesen Bahnpunkten, also in den so genannten Oktanten (45°, 135°, 225°, 315°). Sie variiert daher mit einer Periode von einem halben synodischen Monat.
Die Ursache der Variation liegt darin, dass in den Oktanten der Winkel, den die Verbindungslinie ErdeâMond zur Wirkungslinie von der Sonne zu Erde und Mond einnimmt, nicht wie bei der Evektion ein ganzzahliges Vielfaches von 90° ist, sondern eine âschrĂ€geâ Komponente enthĂ€lt, welche anstelle eines AnnĂ€herns oder Entfernens ein Vor- und RĂŒckwĂ€rtsschieben des Mondes bezĂŒglich seiner ungestörten Position bewirkt.cite-ref-31[31]
Die GröĂe der Variation hĂ€tte den antiken Astronomen durchaus erlaubt, sie zu entdecken; die Griechen benutzten jedoch hauptsĂ€chlich Finsternisse fĂŒr Bahnbestimmungen des Mondes, wo die Variation Null wird und nicht zu bemerken ist.cite-ref-32[32] Sie wurde von Tycho Brahe entdeckt und erstmals 1595 in einem Brief an Hagecius erwĂ€hnt.cite-ref-33[33]
JĂ€hrliche Gleichung
Die JĂ€hrliche Gleichung fĂŒhrt dazu, dass sich der Mond etwas langsamer bewegt, wenn das Erde-Mond-System sich in SonnennĂ€he befindet (in der perihel-seitigen HĂ€lfte der Erdbahn, gegenwĂ€rtig also im Winter) und etwas schneller in der aphel-seitigen HĂ€lfte (also wĂ€hrend des Sommers). Sie unterliegt einer Periode von einem anomalistischen Jahr und erreicht Maximalwerte von ±0,1864°.cite-ref-kellermondlauf-12-5[12]
Die JĂ€hrliche Gleichung wird durch die ExzentrizitĂ€t der Erdbahn verursacht. Befindet sich das Erde-Mond-System in Sonnenferne, so ist die Anziehungskraft der Sonne im VerhĂ€ltnis zur Anziehungskraft der Erde etwas geringer, und der Mond wird weniger weit durch die Sonne von der Erde weggezerrt. Er ist in dieser Situation der Erde also etwas nĂ€her und lĂ€uft daher schneller. Im Perihel dagegen wirkt die Anziehungskraft der Sonne stĂ€rker, der Mond wird weiter von der Erde weggezerrt und bewegt sich langsamer. Im Herbst lĂ€uft der Mond also seiner mittleren Position etwas voraus, im FrĂŒhling bleibt er etwas zurĂŒck. Damit ist auch eine Schwankung der Umlaufzeiten von ±10 Minuten verbunden.cite-ref-hi92-13-2[13]
Entdeckt wurde die JÀhrliche Gleichung unabhÀngig voneinander durch Kepler und Brahe.cite-ref-34[34]
Reduktion auf die Ekliptik
Die Reduktion auf die Ekliptik ist wiederum keine Störung im eigentlichen Sinne. Sie dient der BerĂŒcksichtigung des Umstands, dass die Ebene, in der sich der Mond bewegt und entlang welcher daher die Bahnkoordinate gezĂ€hlt wird, gegen die Ekliptikebene geneigt ist, entlang welcher die ekliptikale LĂ€nge gezĂ€hlt wird. Die deshalb erforderliche Umrechnung der Bahnkoordinate in die Ekliptikkoordinate kann durch eine Koordinatentransformation oder â wie hier â durch eine Reihenentwicklung geschehen.
Die GröĂe der Reduktion hĂ€ngt vom gegenseitigen Abstand der beiden zueinander verkippten Koordinatenebenen am Ort des Mondes ab und somit von dem entlang der Bahn gezĂ€hlten Abstand FM des Mondes vom aufsteigenden Bahnknoten. Die Reduktion auf die Ekliptik wird Null in den Bahnknoten und in der Mitte zwischen den Knoten (bei FM = 90° und 270°). Bei FM = 45°, 135°, 225° und 315° wird sie maximal. Sie variiert also mit einer Periode von einem halben drakonitischen Monat.
PtolemÀus kannte diesen Term, vernachlÀssigte ihn jedoch wegen seiner Kleinheit.cite-ref-35[35]
Parallaktische Gleichung
Die Parallaktische Gleichung nimmt MaximalbetrÀge von ±0,0356° an und hat eine Periode von einem synodischen Monat.cite-ref-kellermondlauf-12-6[12]
Sie kommt Ă€hnlich zustande wie die JĂ€hrliche Gleichung. Der Neumond befindet sich nĂ€her an der Sonne als der Vollmond. Er wird daher durch die Sonne stĂ€rker von der Erde fortgezerrt und lĂ€uft wegen seiner gröĂeren Entfernung langsamer als der Vollmond. Die deshalb langsam akkumulierende Abweichung von der ungestörten Position ist in den Halbmondphasen am gröĂten.cite-ref-hi92-13-3[13]
Der Name dieser Störung stammt daher, dass sie vom VerhĂ€ltnis der Entfernung ErdeâMond zur Entfernung ErdeâSonne abhĂ€ngt und es daher erlaubt, aus einer genauen Untersuchung der Mondbewegung die Entfernung und damit die Parallaxe der Sonne zu bestimmen.cite-ref-hi92-13-4[13] Da nĂ€mlich die anderen Störungen primĂ€r von der Gravitationskraft der Sonne abhĂ€ngen, d. h. einerseits von deren Entfernung, andererseits aber auch von deren Masse, lĂ€sst sich aus ihnen ohne unabhĂ€ngige Bestimmung der Sonnenmasse nicht auf die Entfernung schlieĂen. Die parallaktische Gleichung hingegen hĂ€ngt nur von den Entfernungen und nicht von der Sonnenmasse ab.cite-ref-36[36]
SĂ€kulare Akzeleration
Neben den aufgefĂŒhrten periodischen Störungen unterliegt der Mond auch nichtperiodischen (âsĂ€kularenâ) Störungen, welche ĂŒber die Jahrtausende hinweg zu einer (positiven oder negativen) Beschleunigung des Mondlaufs fĂŒhren.
Die âgravitative Akzelerationâ wird dadurch bewirkt, dass die ExzentrizitĂ€t der Erdbahn gegenwĂ€rtig abnimmt. Dadurch wird der Gravitationseinfluss der Sonne auf den Mond im Mittel geringer, was â wie schon bei der JĂ€hrlichen und der Parallaktischen Gleichung â zu einer geringfĂŒgig schnelleren Bewegung des Mondes fĂŒhrt. Diese Beschleunigung betrĂ€gt 6âł/Jhdt2, so dass nach t Jahrhunderten ein Betrag von 6âłÂ·t2 zur LĂ€nge des Mondes zu addieren ist.cite-ref-stephensonch1-37-0[37]
In entgegengesetzte Richtung wirkt die âgezeitenbedingte Akzelerationâ. Die vom Mond auf den Erdozeanen aufgetĂŒrmten Gezeitenwellen werden von der Erdrotation seitlich versetzt, so dass sie nicht exakt in der Verbindungslinie Erde-Mond liegen und ihrerseits ein Drehmoment auf den Mond ausĂŒben. Dieses Drehmoment fĂŒhrt dem Mond Drehimpuls und Energie zu, so dass er auf eine höhere, energiereichere Bahn gehoben wird, welcher aber nach dem Dritten Keplerschen Gesetz eine geringere Umlaufgeschwindigkeit entspricht. Diese Abbremsung betrĂ€gt etwa â26âł/Jhdt2, so dass nach t Jahrhunderten ein Betrag von œ·26·t2 von der LĂ€nge des Mondes abzuziehen ist. Dass hier im Gegensatz zur gravitativen Akzeleration ein Faktor œ auftaucht, ist lediglich auf entsprechende Konventionen zurĂŒckzufĂŒhren.cite-ref-stephensonch1-37-1[37] Infolge der gezeitenbedingten Anhebung seiner Bahn entfernt sich der Mond pro Jahr um 3,8 cm von der Erde.cite-ref-chapront2002-7-1[7]
Heliozentrische Mondbahn
Der Mond lĂ€uft gemeinsam mit der Erde mit einer Geschwindigkeit von etwa 30 km/s um die Sonne. Seine Geschwindigkeit schwankt zwischen knapp 29 km/s (in Neumondposition) und ca. 31 km/s (bei Vollmond). GewissermaĂen ĂŒberholt er bei Vollmond die Erde auf der AuĂenbahn, um dann bei Neumond auf der Innenbahn wieder hinter die Erde zurĂŒckzufallen. Dabei ist seine Bahn immer zur Sonne hin gekrĂŒmmt, denn deren Anziehung ĂŒberwiegt die der Erde: Die Sonne ist zwar fast 400-mal weiter entfernt, hat aber die 333.000-fache Masse.
Topozentrische Mondbahn
In einem topozentrischen Bezugssystem, also fĂŒr den auf der OberflĂ€che der rotierenden Erde befindlichen Beobachter, zeigt der Mond wie auch alle anderen Himmelskörper eine tĂ€gliche Bewegung. Diese scheinbare Bewegung wird durch die Rotation der Erde verursacht und lĂ€sst Himmelskörper ĂŒber dem östlichen Horizont aufgehen und hinter dem westlichen untergehen. Pro Stunde betrĂ€gt sie 360°/24 = 15°, was etwa dem DreiĂigfachen des scheinbaren Monddurchmessers entspricht. Die tatsĂ€chliche Bewegung des Mondes auf seiner Bahn um die Erde vollzieht sich jedoch in entgegengesetzter Richtung. Diese ist fĂŒr einen aufmerksamen Beobachter leicht festzustellen: Steht der Mond beispielsweise zu einem gegebenen Zeitpunkt in der NĂ€he eines bestimmten Sterns, so hat er sich eine Stunde spĂ€ter bezĂŒglich dieses Sterns um etwa einen Monddurchmesser in östliche Richtung bewegt. Der Abstandswinkel betrĂ€gt 24 Stunden spĂ€ter etwa 13° und summiert sich im Laufe von etwas mehr als 27 Tagen, einem siderischen Monat, auf 360°, eine volle Umdrehung vor dem Fixsternhintergrund.
Die topozentrische Mondbahn weicht aufgrund der Parallaxe von der geozentrischen Mondbahn ab: Je weiter ein Beobachter von der Verbindungslinie der Mittelpunkte von Erde und Mond entfernt ist, desto mehr weicht der Mond von der Position ab, die er von dieser Verbindungslinie (bzw. hypothetisch vom Erdmittelpunkt aus âgesehenâ) hat. Dieser Abstand und seine Richtung Ă€ndern sich auch mit der Erdrotation. Ein stationĂ€rer Beobachter wird also eine entsprechende âBahnstörungâ beobachten, deren StĂ€rke von der geographischen Breite des Standorts abhĂ€ngt.
Die folgenden AbsÀtze beschreiben daher den Tagbogen der Mondbahn mit geozentrischem Bezug auf den Erdmittelpunkt.
Der Mond lĂ€uft bezĂŒglich der Fixsterne in einem siderischen Monat von 27,3 Tagen einmal rund um den Himmel, an einem Tag also im Mittel etwa 13,2°. Die scheinbare tĂ€gliche Drehung des Sternenhimmels in Gegenrichtung legt diesen Winkelbetrag in gut 50 Minuten zurĂŒck. Im Mittel um etwa diese Zeitspanne versetzt findet daher ein Höchststand des Mondes, seine Kulmination, spĂ€ter als der vorige statt. Diese VerspĂ€tung gilt auch fĂŒr die Termine von Auf- und Untergang des Mondes, wenn von topozentrischen UmstĂ€nden wie der geographischen Breite abgesehen werden kann. So geht der Mond jeden Tag durchschnittlich um eine knappe Stunde spĂ€ter auf und unter als am Vortag. Der Neumond geht morgens gemeinsam mit der Sonne auf, im ersten Viertel stehend geht der Mond etwa mittags auf, als Vollmond dann abends, und im letzten Viertel erst gegen Mitternacht. Die Untergangszeiten ergeben sich mit entsprechenden ZuschlĂ€gen. Aus der Kenntnis der Mondphase lassen sich also Auf- und Untergangszeit abschĂ€tzen, allerdings nur grob.
Schon die Intervalle von einer Kulmination zur nĂ€chsten können um gut eine Viertelstunde schwanken, zwischen 24h 48âČ und 25h 06âČ. Noch stĂ€rker schwanken die Termine der Auf- und UntergĂ€nge. Die mittlere Umlaufzeit des Mondes bezogen auf die Stellung zur Sonne, ein synodischer Monat, dauert etwa 29,5 Tage, doch können sich die Lunationen von einem Neumond zum nĂ€chsten Neumond schon um mehr als 3 Stunden unterscheiden. Ăber ein Jahrzehnt hinweg ergeben sich fĂŒr die Dauer eines Mondphasenzyklus Abweichungen von ĂŒber ±6 Stunden vom Mittelwert. Da sich einige jener Effekte, welche Schwankungen der Bahngeschwindigkeit bewirken, wĂ€hrend des gesamten Umlaufs ausgleichen, werden die Unterschiede in der Dauer noch gröĂer, wenn man einzelne Quartale des Phasenzyklus betrachtet. Der zeitliche Abstand zweier Mondphasen â etwa im letzten Viertel von (abnehmendem) Halbmond zum nachfolgenden Neumond â kann im 21. Jahrhundert mehr als 20 Stunden ĂŒber dem Durchschnittswert liegen, und mehr als 19 Stunden darunter â so im zweiten Viertel von (zunehmendem) Halbmond zum nachfolgenden Vollmond (Ende Juni 2003). Der durchschnittliche Wert fĂŒr ein synodisches Lunarquartal betrĂ€gt rund 7 Tage 9 Stunden.
Da der Mond sich stets in der NĂ€he der gegen den Ăquator geneigten Ekliptik bewegt, ĂŒberstreicht er beim Durchlaufen seiner Bahn einen Ă€hnlichen Nord-SĂŒd-Bereich wie die Sonne, allerdings nicht wie diese einmal im Jahr, sondern einmal im Monat. Der Vollmond als auffĂ€lligste Mondphase steht der Sonne am Himmel stets gegenĂŒber, befindet sich also im sĂŒdlichen Ekliptikabschnitt, wenn die Sonne sich im nördlichen befindet (auf der NordhemisphĂ€re im Sommer) und umgekehrt (im Winter). Vollmonde stehen daher im Sommer niedrig und im Winter hoch am Himmel. Befindet sich der Mond im ersten Viertel, so steht er im FrĂŒhling hoch und im Herbst niedrig usw. Aus der Kenntnis von Jahreszeit und Mondphase lassen sich also Kulminationshöhe sowie Auf- und Untergangsrichtung abschĂ€tzen.
Da die Bahn des Mondes um 5° gegen die Ekliptik geneigt ist, ĂŒberstreicht er zwar nahezu aber nicht exakt denselben Nord-SĂŒd-Bereich wie die Sonne. Liegt die Knotenlinie seiner Bahn so, dass sich die Bahnneigung bezĂŒglich der Ekliptik und die Neigung der Ekliptik bezĂŒglich des Ăquators addieren, dann erreicht der Mond maximale Deklinationen bis zu ±28,6°; entsprechend ĂŒberstreichen seine Auf- und Untergangspunkte einen besonders weiten Bereich am Horizont (âGroĂe Mondwendeâ, zuletzt im Jahre 2006). Die Wintervollmonde stehen dann besonders hoch und die Sommervollmonde besonders niedrig. 9,3 Jahre spĂ€ter hat sich die Knotenlinie um 180° gedreht, die Neigungen von Mondbahn und Ekliptik sind gegenlĂ€ufig und der Mond erreicht nur Deklinationen von ±18,4°. Sein Auf- und Untergangsbereich am Horizont hat nun die geringste Ausdehnung (âKleine Mondwendeâ).
Das bedeutet, dass die Inklination der Mondbahn zum ErdÀquator zwischen 18,4° und 28,6° schwankt.
Wegen der Neigung der Mondbahn gegen die Ekliptik kann der Mond nicht nur Sterne bedecken, welche sich auf der Ekliptik befinden, sondern insgesamt Sterne, welche in einem Abstand bis zu ±6,60° beiderseits der Ekliptik liegen (zu den von der Bahnneigung bewirkten 5° sind noch die Parallaxe des Mondes und sein Scheibenradius zu addieren).cite-ref-38[38] In einem gegebenen Monat bedeckt der Mond allerdings nur jene Sterne, welche in unmittelbarer NĂ€he seiner momentanen Bahn liegen. Infolge der KnotenprĂ€zession verschiebt sich die Bahn bei jedem Umlauf ein wenig, und nach spĂ€testens 18,6 Jahren ist die Bahn ĂŒber jeden erreichbaren Stern hinweggezogen.
AuĂerdem fallen beim Mond wegen dieser Auf- und AbwĂ€rtsbewegung in Bezug zur Ekliptik (obere) Kulmination (Höchststand) und Meridiandurchgang (Stand genau im SĂŒden) nicht zusammen. FĂŒr die kumulierten Effekte der oszillierenden Horizonthöhen der Kulmination im Laufe des Monats finden sich die AusdrĂŒcke nidsigend und obsigend (steigender und fallender Mond).
Diese Berechnungen der Mondtermine (Auf-, Untergang, Kulmination/Meridiandurchgang, scheinbare Helligkeit, und insbesondere Finsternisse und Bedeckungen) gehören wegen der stark gestörten Bahn des Mondes und seiner NÀhe zur Erde zu den komplexesten Aufgaben der Ephemeridenrechnung. Sie gehören zu den klassischen Anblicksproblemen in der astronomischen PhÀnomenologie.
Weblinks
Commons
: Mondbahn
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Mondbahn
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⹠Java-Applet: Visualisierung der Bahngeometrie und der Störungen in LÀnge (Englisch, Java benötigt)
âą H.-D. Gera: Mondbahn und Saroszyklus.
⹠Astrolexikon: »Die Bahn des Mondes«
âą P. Schlyter: Computing planetary positions â a tutorial with worked examples (Anleitung zur Berechnung der Mondposition, Englisch)
Einzelnachweise
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cite-note-32. berechnet, b = a 1 â â Δ Δ 2 {\displaystyle b=a{\sqrt {1-\varepsilon ^{2}}}}
cite-note-43. berechnet nach Ramanujan, U â â Ï Ï ( a + b ) ( 1 + 3 λ λ 2 10 + 4 â â 3 λ λ 2 ) mit λ λ = a â â b a + b {\displaystyle U\approx \pi (a+b)\left(1+{\frac {3\lambda ^{2}}{10+{\sqrt {4-3\lambda ^{2}}}}}\right)\;{\text{mit}}\;\lambda ={\frac {a-b}{a+b}}}
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